Bierparty oder Schnapsidee?

1 Woche, 2 neue Gesichter, keine Wahl: Es war trotzdem schön.

Ich war ein paar Tage alt, als ich das erste Mal übel verleumdet wurde. Das führte zu keiner nennenswerten Traumatisierung, denn über Essen und Schlafen hinaus hatte ich in dieser Phase meines Lebens keine weiterreichenden intellektuellen Interessen. Was Menschen über mich sagten, war mir schnulleregal. Außer natürlich, es hing mit Essen und Schlafen zusammen, das nahm ich dann persönlich.

Ich war das, was früher als „lebhaftes Kind“ bezeichnet wurde, als „aufgeweckt“. Mein Körper kannte von Werk aus nur zwei Systemeinstellungen: Koma oder Vollgas. Später, als ich so vier oder fünf Jahre alt war, hat mein Vater mit seiner silbernen Canon Super 8 eine Doku über mich gedreht, eine Art „Österreich II“ eher fürs Hobbyfilmer-Segment. Ich spielte die Hauptrolle, für Nebendarsteller fehlte Budget und Notwendigkeit. Der Streifen hieß „Die Nervensäge“, war in schwarz-weiß gehalten, hatte keinen Ton und keine nennenswerte Handlung, außer dass meine Tätigkeit als Nervensäge festgehalten wurde. Ich fand mich als „Inglourious Bangert“ sehr authentisch. Christoph Waltz hätte das nicht besser hinbekommen.

Selbst als ich noch auf der Geburtenstation lag, war ich für die Krankenschwestern eine ziemliche Zumutung. Als „lebhaftes Kind“ wies ich auf Fütterungszeiten mit einer gewissen Nachdrücklichkeit hin, es half, dass ich ein Organ auf Stadionsprecher-Niveau besaß. Kreativ eingesetzt zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten wirkte die Stimme Wunder. Als meine Mutter nach ein paar Tagen mit mir am Arm die Klinik verließ, war die Erleichterung des Personals greifbar. Eine Krankenschwester giftete uns nach: „Viel Spaß noch mit der Rotzpipn“. Ich erfuhr erst später davon, war aber nicht gekränkt. In meinem weiteren Leben bis heute herauf gab es immer wieder Menschen, die zu einem ähnlichen Urteil über mich kamen wie Schwester Ursula.

An die Episode musste ich denken, als ich diese Woche eine Geschichte über die Grazer KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr las. Sie war sich im Gemeinderat mit einem ÖVP-Mandatar in die Haare geraten. Als er das Rednerpult verließ, nannte sie ihn leise „Rotzpipn“, offenbar angelehnt an das Kommunistische Manifest, in dem sich der Aufruf findet: „Rotzpipn aller Länder, vereinigt euch“! Oder so ähnlich. Da Kahrs Mikro noch eingeschaltet war, hörte der ganze Saal mit, es gibt auch ein Video davon. Die öffentliche Aufzeichnung der öffentlichen Aussage in der öffentlichen Sitzung darf aber nicht veröffentlicht werden, so sehen es die Richtlinien in Graz vor. Die steirische Hauptstadt ist, was Transparenz angeht, eher noch eine Rotzpipn.

Wahl-Verwandtschaft

Trachtenpärchen

Viel Harmonika

Ist Dominik Wlatzny auch eine Rotzpipn? Der Eindruck drängte sich diese Woche auf, wenn man die sozialen Medien durchlas. Der Chef der Bierpartei hatte sich erdreistet bekanntzugeben, dass er bei der Nationalratswahl antreten will. Die Resonanz fiel in einigen politischen Parteien nicht gerade überschäumend aus. Er schwäche das linke Lager, die SPÖ, die Grünen, torpediere den Kampf gegen Kickl, mache es dem FPÖ-Chef leichter, „Volkskanzler“ zu werden. Ich nahm das mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis. Ob man bei einer Wahl antreten darf, fällt jetzt offenbar in die Beurteilungsenergie der anderen Parteien.

Ehe Hopfen und Malz verloren gingen, hatte sich in Österreich diese Woche schon einiges zusammengebraut. Der Jänner ist für Politiker grundsätzlich eine stressige Zeit. Die Weihnachtsferien katapultieren alle wie auf Kanonenkugeln sitzend hinaus ins neue Jahr: Zuckerbäckerball, Bauernball, Philharmonikerball, kaum sind die rauchenden Frackhemden und Bling Bling-Schuhe ausgezogen, geht es ab nach Kitzbühel, wieder drei Tage Party, weiter nach Schladming, dann sind auch schon bald Jägerball, Opernball, heuer alles knapp beieinander, der Kalender will es so. Der politische Alltag frisst und verdaut deshalb Ereignisse so schnell, dass man kurz später nicht mehr weiß, worauf man ursprünglich eigentlich Appetit hatte.

Drei Tage lang debattierte die Regierung diese Woche über ihr eigenes Ablaufdatum. Vor allem die ÖVP schien unschlüssig, ob sie uns den Genuss von sich selbst bis Herbst vergönnen will oder den Tisch schon im Frühjahr neu eindecken lassen möchte. Bei einer Sitzung im Kanzleramt am Sonntag hatten einige Landeshauptleute Appetit auf vorgezogene Wahlen artikuliert, am Mittwoch war das Thema aber schon wieder gegessen. Es blieb am Ende unklar, was die ÖVP eigentlich anstrebt, und das führte zur viel entscheidenderen Frage: Wer ist momentan die ÖVP? Der Kanzler? Sein Regierungsteam? Die alte Kurz-Partie? Die Landeschefs? Irgendwer muss den Wahlen nämlich sagen, dass sie früher am Menüplan stehen, wenn der Gusto irgendwann einmal groß genug sei sollte.

Momentan dürfte der Hunger abgeklungen sein. Die ÖVP hat nicht einmal eine Umfrage ins Feld geschickt, um festzustellen, ob es den Menschen im Land nach Wahlen gelüstet. Zu Zeiten eines Sebastian Kurz wäre das als klare Absage an eine Vorverlegung zu deuten gewesen. Aktuell führt das lediglich zur Frage zurück: Wer ist derzeit die ÖVP?

Es gab Schnitzel, Fleischlaberln mit Püree und Röstzwiebeln, etwas Fisch, für Vegetarier Ravioli. An vielen Mittwochen setzen sich Kanzler und Vizekanzler nach dem Ministerrat zusammen, bereden den Alltag, essen einen Happen, manchmal geht sich auch nur ein Kaffee aus. Das ist so Brauch in dieser Regierung, war schon unter Sebastian Kurz so, Karl Nehammer und Werner Kogler haben das Ritual beibehalten.

Diese Woche wurde die Runde deutlich erweitert. Die übliche Regierungsklausur zu Jahresbeginn war heuer gestrichen worden, die ÖVP traf sich am Dienstag allein in Krems, also lud Nehammer das komplette Regierungsteam inklusive Kabinette am Tag danach zum Mittagessen ins Kanzleramt ein. Den rund 60 Geladenen wurde ein Buffet geboten, die Stimmung war leger, in den rund eineinhalb Stunden gab es allerlei Gesprächsthemen, vorgezogene Neuwahlen gehörten nicht mehr dazu. Die halbe Regierung ist zwar momentan verkühlt, reagiert aufeinander aber nicht verschnupft. Auch so ein Hauch von Hinweis: Der Atem wird wohl bis zum 29. September reichen.

Hustinettenbär

"Andi, die Suppe wird kalt"

Mitten hinein in diese drei Tage, in denen die Wahl darauf fiel, dass nicht gewählt werden soll, wurde eine andere Wahl getroffen. Seltsam, wie weit entfernt das aus heutiger Sicht bereits wirkt. Anfang der Woche entschied die ÖVP, wen sie als Spitzenkandidat nach Europa schicken will, viele in der Partei hatten das in den letzten Wochen offenbar als eine Variante der Verbannung empfunden. EU-Ministerin Karoline Edtstadler sagte für den EU-Job ab, sie will lieber EU-Kommissarin werden. Staatssekretärin Claudia Plakolm möchte weiter eher im Regionalen wirken, an ihr biss sich Karl Nehammer erst vor Kurzem auch im zweiten Anlauf die Zähne aus. Am Ende blieb der ÖVP die Auswahl aus einem einzigen Kandidaten und sie griff zu, wenn auch wenig beherzt.

Nach der Parteisitzung Montagvormittag in der Politischen Akademie in Wien-Meidling, wurde eine schmucklose Pressemeldung über die Personalie abgesetzt. Reinhard Lopatka, dem das Los zugefallen war, weilte gar nicht im Land, er gratulierte sich selbst erst fünfeinhalb Stunden später zur Wahl. Sein Video, verbreitet über die sozialen Medien, graste allerlei Gemeinplätze ab. Er habe „eine Meinung und vertrete sie auch“, sagte Lopatka, Europa müsse sich ändern. Endlich traut sich jemand das offen auszusprechen.

Es passte gut zur Woche, dass sie mit einer Nominierung begann und am Samstag mit einer Nominierung endete. Die Grünen schicken Lena Schilling als Spitzenkandidatin in die EU-Wahl, Klubchefin Sigi Maurer hatte sich für sie starkgemacht. Die 23-jährige Studentin der Politikwissenschaft, die sich bisher als „Krone“-Kolumnistin und Klima-Aktivistin verdingte, ist der Kontrapunkt zur Riege der vier alten, weißen Männer, die von den anderen Parteien aufgeboten werden, ohne jetzt aus naheliegenden Gründen gegen alte, weiße Männer polemisieren zu wollen.

Es ist eine mutige Wahl, fast tollkühn, ich hatte das nicht erwartet. Es wird sich am Ende zeigen, ob hier der Grundstein für eine politische Karriere gelegt wurde oder ein Talent verheizt. Werner Kogler plauderte die Bestellung aus, er verriet bei der Gelegenheit, dass er sich in Zukunft auch via TikTok an uns wenden will. Wir nehmen mit Erleichterung zur Kenntnis, dass der noch nicht begonnene Wahlkampf schon jetzt hält, was er versprochen hat. Ich hoffe, Kogler ist bewusst, dass es sich um einen Kanal für Kurzvideos handelt.

Zeit, dass den Reinhold wer reinholt

Nicht nur im Kanzleramt wurde diese Woche diniert, sondern – etwas diskreter – auch in Wien-Josefstadt. SPÖ-Chef Andreas Babler hatte Medien „zu einem vertraulichen, informellen Austausch“ gebeten, um einen „Einblick hinter die Kulissen des Wahlkampfgetöses“ zu geben. Ich war nicht geladen, deshalb fühle ich mich von der Verschwiegenheitspflicht entbunden, ohne deswegen gleich eine Rotzpipn zu sein. Mir entging ein Abendessen in gehobenem Ambiente. Babler, vorab eventuell in Sorge über das Fortkommen der Journalisten, hatte der Einladung den Satz angefügt: „Für Ihr leibliches Wohl ist selbstverständlich gesorgt“. Das hielt er ein.

Das Restaurant Schnattl in der Lange Gasse definiert sich selbst als „gepflegtes Gasthaus“, was leicht untertrieben erscheint, immerhin verfügt es über gepflegt zwei Hauben. Das Lokal hat nur mehr freitags ganztags geöffnet, sonst auf Zuruf etwa für Feste, da gilt eine Mindestkonsumation von 100 Euro pro Person. Die SPÖ könnte am Dienstag billiger davongekommen sein, Wirt Andreas Fuith* fühlt sich der Partei durch eine Mitgliedschaft verbunden, wie er den Gästen gegenüber erzählte. Um die 25 Medienvertreter waren zugegen, als der Einlader noch fehlte, Babler verspätete sich.

Was gesagt werden kann: Als der SPÖ-Chef dann eintraf, holte er alle versäumten Buchstaben mühelos wieder auf. Er redete ohne Punkt und Komma, als auf Etageren Forellen-Rilette, Rotkrautsalat und Perlhuhn-Terrine mit Nüssen gereicht wurde. Er redete, als die Gäste die Wahl zwischen Beiried mit Rotweinjus gratinierten Kartoffeln und Wirsingkohl oder Teigtascherln auf Kürbis treffen mussten. Er redete sogar so lange, dass die vor ihm geparkte Topinambursuppe mit Röstbrot erkaltete. Da war man bereits bei den Fragen angelangt, die Babler so ausschweifend beantwortete, wenn man von einer Beantwortung überhaupt sprechen mag, dass sich sogar TikTok-Kogler dagegen einsilbig ausgenommen hätte.

Zwischendurch ließ Babler eine von der Partei beauftragte Umfrage zum Abfotografieren durchreichen, in der die SPÖ „in Schlagdistanz“ zur FPÖ liege, wie er sagte. Die Ifes-Studie mit 2.000 Befragten sieht die FPÖ bei 26 bis 29 Prozent, die SPÖ bei 24 bis 26 Prozent, die ÖVP bei 19 bis 21 Prozent, die Neos bei 10 bis 12 Prozent, die Grünen bei 9 bis 11 Prozent, den Rest bei 5 bis 6 Prozent. Er sei mit allen Parteien in gutem Austausch, fügte Babler an, viele ÖVP-Bürgermeister schätze er, Nehammer kenne er noch aus der Zeit als der heutige Kanzler Innenminister war und in dieser Funktion mit dem Flüchtlingslager Traiskirchen befasst.

Der Abend endete mit Dessertvariationen, Buchteln mit Maronifüllung, ein Topfenküchlein mit Marillenkompott und Pralinen. Babler nippte am Weißwein, Schnaps lehnte er ab. Nach drei Stunden löste sich die Runde auf. Zu diesem Zeitpunkt wusste in der SPÖ noch niemand, dass die Partei die wahren Buchteln erst zwei Tage später zu verdauen haben wird.

Ein Bierbrunnen voller Spenden

Für 59 Euro kann man 9-mal SPÖ Mitglied werden. Oder einmal der Bierpartei beitreten. Am Donnerstag gab Dominik Wlazny bekannt, dass er für den Nationalrat kandidieren will. Das kostet. Über Mitgliedschaften möchte er mit seiner Bierpartei 1,18 Millionen Euro einnehmen, bis Ende April sollen 20.000 Unterstützer gewonnen werden, um „den FC Simmering fit für die Bundesliga zu bekommen“. Die aktuelle Politik-Bundesliga stand mit offenem Mund da und staunte, vor allem SPÖ und Grüne. An deren Bierlager will der Wiener Bierführer heran und nicht nur nippen.

Raunz nicht, zahl! Fast 1,2 Millionen Euro einsammeln, das ist ein kühnes Unterfangen für eine Partei, die erst vor acht Jahren gegründet wurde, mehr oder weniger aus Dominik Wlazny und seinem Papa besteht und deren Programm aus einer Sammlung von lauter Nettigkeiten zusammengepuzzelt wirkt. Wer ist nicht gegen Kinderarmut, will leistbares Wohnen, leistbare Kunst und Kultur, ein leistbares Einkaufswagerl, bestmögliche medizinische Versorgung? Eben!

Tatsächlich geht es hier aber sowieso nicht um Programmatik, sondern um ein Lebensgefühl, vermittelt durch einen lässig wirkenden Punksänger mit Arzthintergrund. Der wild und adrett gleichzeitig ausschaut, jemand, den die Tochter gefahrlos zum 4-Uhr-Tee heim zur Mama mitbringen kann, trotz der langen Haare. Oder genau deswegen. Marco Pogo verkörpert jenes Maß an Rebellion, das in Österreich für eine Wählbarkeit gerade noch zuträglich erscheint, andererseits als auch ein bisschen chic gilt, die Jüngeren würden geil dazu sagen. Ein Gegenentwurf zu den vielen sonstigen Polit-Bankbeamten. Wie die Grünen in ihren Anfangsjahren.

Aber 1,2 Millionen Euro? Das klingt ambitioniert, dreist. Vor der Nationalratswahl 2019 sammelten die Grünen rund 510.000 Euro ein. Die größte Einzelspende kam von Ulrike Lunacek, die spätere Kultur-Staatssekretärin schoss privat 20.500 Euro zu. Aber die Grünen hatten damals schon einen Parteiapparat, bestrichen damit ganz Österreich, sind geübte Spendensammler und trotzdem schafften sie vor fünf Jahren nur die Hälfte des heutigen Bierpartei-Wunschkonzertes.

Vor der Bundespräsidentenwahl 2022 sammelte Wlazny 241.844,77 Euro ein, es dauerte danach eine Zeitlang ehe er dem Rechnungshof die Abrechnung übermittelte. 241.000 Euro, das ist zwar weniger als ein Viertel der Summe, die er jetzt erzielen will, klingt aber trotzdem respektabel. Nur: Über 229.000 Euro davon stammten von der Bierpartei selbst, ein Herr Wlazny überwies das Geld also an einen Herrn Wlazny. Nur 12.300 Euro kamen über restliche Spenden zusammen.

Die letzte Nationalratswahl kostete die Neos 2,2 Millionen Euro, knapp die Hälfte des Geldes wurde via Spenden in die Kasse gespült. Aber die Bierpartei hat keinen Hans Peter Haselsteiner und wenn doch, dann lässt das aktuell gültige Parteiengesetz keinen Hans Peter Haselsteiner mehr zu. Generös gab Wlazny bekannt, auf Großspender verzichten zu wollen, tatsächlich dürfen Einzelpersonen und Unternehmen aber sowieso nur mehr maximal rund 9.000 Euro pro Jahr an eine Partei spenden. Der Betrag wird jährlich valorisiert, am Montag gibt die Statistik Austria die exakte Höchststumme für 2024 bekannt.

Wlazny nimmt deshalb den Umweg über Mitgliedsbeiträge. In den ersten 24 Stunden nach seiner Ankündigung will er 2.216 Unterstützer gewonnen haben, gab er auf Instagram bekannt. Social Media ist ein Heimspiel für ihn. Obwohl erst drei Postings abgesetzt wurden, zählt der Bierpartei-Account bereits über 61.000 Mitglieder, mehr als der Kanzler der Republik, doppelt so viel wie der Vizekanzler und 12-mal so viel wie der umtriebige Gesundheitsminister.

Ob das für das hochgesteckte Ziel reicht? Schafft Wlazny bei der Nationalratswahl über 1 Prozent, dann sprudelt der Bierbrunnen jedenfalls. Pro Stimme gibt es 3,10 Euro der belegbaren Ausgaben vom Steuerzahler retour. Erreicht er 5 Prozent, dann erhält die Bierpartei grob gerechnet 750.000 Euro.

Ich wünsche einen wunderbaren Sonntag. Am Freitag gab es auch in Österreich eine erste Bauern-Demo. Nicht so machtvoll wie in Deutschland, magere acht bis zwölf Traktoren – die Wahrnehmungen schwanken ­– verirrten sich auf den Ballhausplatz. Es ging auch mehr um Corona und Impfungen als um blühende Wiesen. Die Proteste können sich schon noch auswachsen, aber ich glaube eher nicht daran. Die ÖVP hat ihre Klientel besser in Griff, sie hat auch in den letzten Jahren sehr darauf geschaut, dass die Bauern nicht zu kurz kommen, damit sie zu Kurz kommen.

Sollte es aber wider Erwarten auch bei uns doch noch für Sternfahrten nach Wien reichen, dann habe ich schon die passende Schlagzeile parat: Bauer sucht Stau. Ich bleibe eben eine Rotzpipn.

* Weil ich wunderbare Leserinnen und Leser habe, lerne ich ständig dazu. Das Schnattl hat seit September einen neuen Wirt, Andreas Fuith (Wilhelm Schnattl, wie irrtümlich geschrieben, hat das Lokal übergeben). Fuith ist eine ziemliche Düsen, er hat mich angerufen, weil er den Newsletter abonniert hat, wir hatten am Telefon viel Spaß. Um zu präzisieren: Er steht im Gault Millau mit zwei Hauben, die sind ihm aber wurscht, eigentlich will er sie gar nicht haben, er ist auf ein anderes Publikum fokussiert. Seine Buchteln kommen übrigens aus Bad Tatzmannsdorf, Fuith hat mir ihre Entstehung so anschaulich geschildert, dass ich demnächst einmal bei ihm vorbeischauen werde. Habe ich versprochen. Wenn er so kocht wie er lustig ist, dann ist das Lokal eine Empfehlung wert.

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Kickl, Kogler und der Swingerclub
Wie der Kanzler (k)ein Wunder vollbrachte
Wir husten dem Christkind was
Ärger unterm Weihnachtsbaum
Grippe, Corona, ein Minister und ein böser Verdacht
Die Republik und ihr Benkomat
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Wird Babler jetzt Volkskanzler?
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„Sind Sie ein fader Typ, Herr Minister?"
Ludwigs Hafen
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