Das Jahr der Kehrseiten

Das ist ausdrücklich kein Rückblick auf 2021, das Jahr war sowieso Oarsch. Sagt sogar die Kirche.

Das alte Jahr geht mit neuen Erkenntnissen zu Ende, die wir jedes Jahr neu gewinnen, obwohl sie eigentlich alt sind. Wenn der erste Schwung Weihnachtsfeiertage vorbei ist, merkt man, dass unablässig zu essen auch keine Lösung ist, zumindest keine auf Dauer, beim Trinken verhält sich das ähnlich, ist aber rascher zu spüren. Die Verwandtschaft mag ganz possierlich sein, sie aber einmal im Jahr zu sehen, reicht vollkommen, zur Not via Zoom, man würde aber auch längere Phasen, die ausschließlich aus Telefonkontakten und Gruß-WhatsApp zum Geburtstag bestehen, unbeschadet überstehen.

Die Themen Corona und Impfpflicht haben dem Smalltalk am Tisch neue Breite verschafft, Tiefe nicht, und für den Blödsinn, den man geschenkt bekommt, hätte sich der ganze Lametta nicht gelohnt. Aber es war wie immer sehr schön und nächstes Jahr machen wir das Gleiche wieder. Bis dahin werden wir so drei oder vier Lockdowns haben, im Sommer unbeschwert auf Urlaub fahren und glauben alles wäre vorbei, um am Jahresende draufzukommen, dass sich nur der Kalender weiterentwickelt hat. Wir werden uns ein paar Mal impfen lassen, meine Zweifel wachsen, ob tatsächlich gesetzlich dazu verpflichtet. 2022 wird keine Neuschöpfung, eher eine Fortsetzung des Gewesenen.

Treffsichere Kommunikation wäre jetzt das Gebot der Runde, die Regierung schwächelt darin aber seit Längerem, egal in welcher Familienaufstellung. Sie stellt Corona-Maßnahmen immer als etwas Negatives dar, als Belastung, aber das müsste nicht sein. Gerade der bevorstehende fünfte bundesweite Lockdown böte viele Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem für den Kanzler der großen Gefühle. Ich will jetzt niemandem eine Beratungsleistung aufdrängen, aber es ginge doch auch so: Karl Nehammer lädt zur Pressekonferenz über neue Maßnahmen, tut ganz unschuldig, springt dann plötzlich auf, setzt sich einen Panamahut auf, so einen wie ihn Lou Bega hat, reißt das Mikro an sich und schmettert in den Kongresssaal des Kanzleramtes: „Ladies und Gentleman, this is Lockdown No. 5“ und dann legt er los:

A little bit of Omicron in my life
A little bit of Delta by my side
A little bit of Booster is all I need
A little bit of Demo is what I see
A little bit of Impfpflicht in the sun
A little bit of Sperrstund all night long
A little bit of Fake News, here I am
A little bit of Klopapier makes me your man

Alle am Podium um den Kanzler der magischen Momente, von Elli Köstinger bis Michi Ludwig, könnten die Hüften kreisen lassen, eine Drehung um die eigene Achse machen, Schultern und Arme im Rhythmus bewegen, die einen besser, die anderen bemüht. Karoline Edtstadler könnte am Klavier sitzen und anlassig ins Publikum schauen wie Freddie Mercury einst bei Live Aid in Wembley. Martin Kocher könnte in den Spagat springen, Martin Polaschek headbangen, dass die Haare nur so fliegen, Claudia Plakolm die Turmposaune blasen, Alexander Schallenberg ein paar rollende „r“ beisteuern, Werner Kogler Bier holen, Margarete Schramböck überlegen, in welcher Abteilung vom „Kaufhaus Österreich“ sie die CD des Auftritts am besten anbieten könnte.

Die Journalisten bei der Pressekonferenz, die TV-Zuschauer daheim, alle würden mitswingen. Wenn dann Fragen zugelassen sind, dann könnte der erste Reporter, wie immer vom ORF, dem Publikumswunsch umgehend Rechnung tragen und den Kanzler nachgerade anflehen: „Könnten wir bitte eine zweite Strophe haben?“ Schön war das damals, werden die Leute noch Jahre danach sagen, damals, als der fünfte Lockdown ausgerufen wurde. Der Ordnung halber erwähne ich, dass ich diese Beratung gratis durchführe. Guter Rat ist manchmal teuer, muss aber nicht immer was kosten, ich mutmaße die Regierung kennt das nur andersrum.

Summer of Love

Kurschatten

Da? Dort? Wo?

Der Kanzler hat mir einen Brief geschrieben, also fast, und es war auch nicht ein Brief, es waren gleich vier Stück und sie kamen alle am selben Tag an. Zur Erklärung muss ich etwas ausholen. Es ist eine langjährige Tradition, dass der Bundespräsident und der Kanzler den Menschen im Land über die Medien im Land Weihnachtsgrüße ausrichten. Ich weiß nicht, ob die Bevölkerung hinreichend dankbar dafür ist, aber wer rund ums Jahresende bei Traditionen Sinnfragen stellt, begibt sich ohnedies auf dünnes Eis. Den Redaktionen gehen jedenfalls ein paar Tage vor Weihnachten Schriftsätze zu, es wird um Abdruck gebeten. Die Schreiben richten sich eigentlich an die Bevölkerung, sind aber mit „Sehr geehrter Herr Chefredakteur“ überschrieben, ein klassischer Fall für „von hinten durch die Brust ins Auge“.

Alexander Van der Bellen lieferte auch heuer wie gewohnt pünktlich, erstaunlich wozu er zwischen den Angelobungen alles Zeit findet, von Karl Nehammer aber lag bis zum 22. Dezember nichts vor. Also bat ich einen Politikredakteur meines Vertrauens vorsichtig nachzufragen, vielleicht war man ja davon ausgegangen, dass die beiden anderen Kanzler des Jahres die Aufgabe schon erledigt hätten. Es stellte sich aber heraus, dass das Kanzleramt lediglich vergessen hatte, das Schreiben zu übermitteln, ob nur an uns oder an alle ließ sich nicht mehr feststellen, in diesem Metier wird viel geflunkert, auch vor Weihnachten lässt die christliche Soziallehre da Einiges an Spielraum zu.

Jedenfalls ging uns schon fünf Minuten später der Brief an den Chefredakteur an die Leser zu. Er widmete sich dem „sehr ereignisreichen und schwierigen Jahr“, räumte dem Dank für den „unermüdlichen Einsatz der Redakteurinnen und Redakteure, die einen großen Beitrag leisten, um sachlich und unabhängig zu informieren“ angemessen viel Platz ein. Der gemeinsame Feind war schnell ausgemacht, „dieses heimtückische Virus“, das sich „immer wieder verändert“. Ich meine, wir hatten drei Kanzler und zwei Gesundheitsminister in diesem Jahr, einen Außenminister, der nach nicht einmal zwei Monaten im Amt seinem Vorgänger, der dazwischen Kanzler probiert hatte, den Job überlassen musste. Die Regierung sollte die Jammerei wegen der vielen Veränderungen auf kleiner Flamme halten.

Gesundheit …

… danke!

Der Brief wies ein paar Besonderheiten auf. Er war laut Betreff an die „Oberösterreichischen Nachrichten“ adressiert, was wir nicht sind. Am Ende wurden die Namen des Kanzlers und des Vizekanzlers angeführt, aber das Schreiben war nicht unterfertigt. Allerdings hatte Karl Nehammer seine Unterschrift in einem Extra-Dokument beigefügt. Sie sah aber so krakelig und runzlig aus, als hätte er seinen Namen während der 4-Uhr-Jause zu Papier gebracht, mit einem Speckbrettl als Unterlage, ohne einen Fettfleck darauf zu hinterlassen. Immerhin.

In einem Antwortmail bedankten wir uns höflich, regten aber an, dem Schreiben eventuell ein offizielleres Gesicht zu geben, etwa durch die Beifügung eines Briefkopfes, das würde in der Bevölkerung sicherlich großen Anklang finden. Dem Ansinnen wurde prompt entsprochen. Das neue Schreiben hatte alles, was man sich von einem amtlichen Schriftstück aus dem Kanzleramt und dem Vizekanzleramt erhofft: Briefkopf, beide Unterschriften, es übererfüllte sogar alle diesbezüglichen Wünsche, denn nun wurde ich als „Sehr geehrte Frau Chefredakteurin“ angesprochen. Ich wollte schon eine WhatsApp-Gruppe eröffnen, um Glückwunschpost hinkünftig geschmeidiger mit „Woman“ oder der „Woche der Frau“ tauschen zu können, aber dann erinnerte ich mich, dass mit Chats dieses Jahr nicht jeder gute Erfahrungen gemacht hatte und griff lieber zum Telefon.

Das Gespräch mit dem Büro des Kanzlers war von einer heiteren Leichtigkeit getragen. Man verstand sofort, dass es sich bei mir um keine Frau handelt, entschuldigte sich mehrmals, obwohl ich gar nicht pikiert war, und versprach mir die ehebaldige Übersendung eines neuen Schreibens. Brief Nummer drei kam tatsächlich recht flott, ihm war aber kein langes Leben beschieden. Inzwischen hatte nämlich offenbar das Korrektorat den Dienst im Kanzleramt angetreten und festgestellt, dass der Brief an den Chefredakteur, oder die Chefredakteurin, ein paar Unzulänglichkeiten aufwies, nämlich dass sich „peinlicherweise ein Tippfehler eingeschlichen“ habe, wie mir in einem weiteren Mail mitgeteilt wurde.

Wir sind ja auch keine Klosterbrüder, was das betrifft, aber das Fehlerteufelchen hatte nicht ein Mal, sondern sechs Mal zugeschlagen, ergab eine erste Grobsichtung, immerhin aber konnte man bei den meisten Sätzen den Sinn erahnen. Also kam eine vierte Fassung, die passte perfekt, sie traf tatsächlich „von hinten durch die Brust ins Auge“. Ich erzähle diesen Schwank übrigens nicht, um den Mitarbeiterstab von Nehammer verächtlich zu machen, die Leute haben ohnehin genug damit zu tun, sich die Namen des jeweils amtierenden Kanzlers einzuprägen, sondern ich muss zugeben, ich mag ja Österreich vor allem wegen dieser Art von Geschichten.

Touch me …

… Tiger

Versuch einer Teleportation

Sonst mag ich nicht zurückblicken, auch in der Zeitung haben wir die Jahresrevue heuer komplett weggelassen. Was soll es für einen Sinn haben, einem Zeitabschnitt zu huldigen, der uns vor allem die Kehrseite gezeigt hat, um es einmal etwas eleganter auszudrücken? Dabei liebt Österreich Jahresrückblicke, im Fernsehen beginnen sie schon im November, so als könnte man es gar nicht erwarten, das abgelaufene Jahr bei der Tür hinauszuschmeißen, Hut und Mantel hinterherwerfend. Es gibt Rückblicke in Zeitungen, in Magazinen, sogar in Buchform. Mir tun die Menschen leid, die heuer so etwas unter dem Weihnachtsbaum liegen hatten, denn was ist das Geschenk im nächsten Jahr, ein Virus im Rexglasl?

In Österreich kann ein Jahr erst gehen, wenn ausgiebig darauf zurückgeblickt wurde, es muss protokolliert und veraktet werden. In einem Land, in dem das gesamte Leben mehr oder weniger eine Aneinanderreihung von Behördenwegen ist, fehlt eigentlich nur eine Magistratsabteilung, die Jahresrückblicke verwaltet, man könnte sie MA 0815 nennen. Da könnten dann alle Eingaben machen, welche Ereignisse fahrlässig vergessen worden waren, es gäbe einen neuen Anlass, sich vor einem Amtszimmer anzustellen, etwas Lebenszeit ins Anhören einer Telefonschleife zu investieren, oder vergeblich auf eine Antwort in Briefform zu warten. Nächstes Jahr will Martin Kocher seine Reform des Arbeitsmarktes präsentieren. Ich hoffe, er weiß welches Potential in der Errichtung einer MA 0815 schlummert.

Blümel ade,

Scheiden tut weh

Aber grundsätzlich war das Jahr für den Oarsch, das darf man so derb sagen, denn auch geistliche Würdenträger kommen zu diesem Schluss. Pater Dr. Johannes Pausch ist einem breiteren Publikum bekannt, weil er unter anderem über Spar „Bio-Küchenkräuter für die Seele“ verklopft, also etwa „Bauchwohl“ oder „Mut & Zuversicht“ oder „Kinderlachen“. Ich kann jetzt nicht genau sagen, wie man „Kinderlachen“ in Glasflaschen abfüllt, zumal die derzeit gültigen Gesetze die Verwendung von Cannabis nur bedingt zulassen, aber ich lasse das einmal beiseite, der frühere Prior von Gut Aich in St. Gilgen wird schon wissen, was er tut.

Der Doktorpater gab nun dem „Kurier“ ein Interview, ich habe es mit großer Erwartungshaltung gelesen. Ich dachte mir, hier würde die Chance genutzt, Wankelmütigen sanft die Vorzüge einer Impfung gegen Corona näherzubringen, wenn ein männliches Kräuterweiberl das nicht schafft, wer dann? Leider wurde keine einschlägige Frage gestellt, Pater Pausch, der im Fernsehen zu sehen ist, wie er durch Kräutergärten lustwandelt, hin und wieder bei einer Pflanze stehen bleibt, an ihr schnüffelt, oder sie so sachte zurechtrückt, dass sie nicht „Aua“ schreit, darf sich eher an der „Schulmedizin“ abarbeiten und etwas Esoterik über Österreich ausstreuen. „Das Grenzproblem ist, dass viele die Beziehung zu sich und zu den Dingen verloren haben“, sagt er, ohne auszuführen zu welchen „Dingen“ uns „die Beziehung“ eventuell abhandengekommen wäre.

Es hat sich in diesem Jahr eingebürgert, dass man dem Virus Genie andichtet, wohl auch um zu überdecken, dass sich so manche(r) bei der Eindämmung der Pandemie oft recht tölpelhaft angestellt hat. Ich halte ja Corona eher für einen Trottel, mutieren kann jeder Einzeller, da brauchst du kein Harvard-Studium dafür, sonstige geistige Hochleistungen sind mir nicht bekannt. Das Virus löst keine „Zeit“-Rätsel, fährt nicht, so wie wir, in den Ferien aus Studiengründen zu Ausgrabungsstätten, geht nicht in die Oper, um Franz Welser-Möst beim Dirigat von Elektra zuzuschauen, sondern verfolgt andere Hintergedanken. Würde ich Corona beim Friseur treffen, wüsste ich gar nicht, worüber wir uns unterhalten könnten.

Pater Dr. Johannes Pausch sieht das aber offenbar anders. „Ich bin überzeugt, dass uns das Corona-Virus etwas zeigen will“, sagte er dem „Kurier“ und deutete postwendend und stellvertretend für uns die Hinweiszeichen. „Das wir unseren Lebensstil ändern müssen, nicht immer noch mehr konsumieren. Ich habe auch nichts gegen Weihnachtskekse, aber wenn wir zu viel in uns reinstopfen, stärkt das nicht unsere Lebenskraft“. Ich bin immer für diätische Ratschläge empfänglich, messe ihnen aber in der Regel eine höhere Glaubwürdigkeit bei, wenn sie von Menschen kommen, die optisch selbst eher dem Team Babykarotte angehören als dem Team Frühlingzwiebel.

„Viele Küchenkastln sind vollgestopft mit Medikamenten, die abgelaufen sind und von denen keiner mehr so genau weiß, wozu sie gut sind. Warum passiert das?“, fragt sich und uns der Pater, der wohl im „Küchenkastl“ lieber sein „Kinderlachen“ sehen würde, abgefüllt in Glasflaschen. „Weil man sich von einem Arzt, zu dem man keine Beziehung hat, Medikamente verschreiben lässt, deren Wirkung man nicht versteht. Früher waren die Küchenkastln voller Kräuter und jeder wusste, wozu sie gut sind. Das Küchenkastl ist quasi eine Metapher für verlorene Beziehungen und eine anonyme Zeit. Im Moment ist das Immunsystem geistig, seelisch und gesellschaftlich – entschuldigen Sie bitte die Ausdrucksweise – im Oarsch“. Sagt ein Pater und da soll man selbst die Contenance bewahren.

Der Herrgott gibt …

… der Herrgott nimmt

Auch für Sebastian Kurz war das Jahr irgendwie Oarsch, obwohl er Großes geleistet hat. Zwei Rücktritte in einem Jahr schafft nicht jeder und das führte im Ausklang zu zwei Würdigungen sehr unterschiedlicher Art. Im „Falter“ war eine despektierliche Karikatur zu sehen, die vor allem eine Gemeinheit gegenüber der Lebenspartnerin des Ex-Kanzlers war. Es ist inzwischen weitgehend alles dazu gesagt worden, Anfang nächsten Jahres wird sich der Presserat damit beschäftigen, bei dem zahlreiche Beschwerde eingingen. Das Urteil wird wegweisend sein und – egal wie es ausfällt – viele nicht zufriedenstellen. Satire ist immer eine Gratwanderung, als Einstieg ist zu klären, ob es sich überhaupt um eine solche handelt. Aber ich bin da nicht vom Fach.

In einem Artikel der „Krone Bunt“ fand sich der Ex-Kanzler vermutlich besser getroffen, was vor allem daran gelegen sein dürfte, dass er zu Text und Bild selbst am meisten beigetragen hatte, auch das ist so eine Geschichte für „von hinten durch die Brust ins Auge“. In dem Magazin wurde der weitere Lebensweg des Gefallenen skizziert, er dürfte sich schon zu Beginn des nächsten Jahres ins Gloriose kehren. „Im Februar tritt Kurz einen Managerjob im Silicon Valley an“, berichtete Ihre Buntheit und wickelte die übrigen Informationen in viel Prosa ein. Der Ex-Kanzler werde „ein klassisches Managerleben zwischen San Francisco, Wien, Deutschland und der Schweiz führen“. Lebenspartnerin „Susanne und Sebastian jun.“, der Bub hat seinen Erstnamen Konstantin inzwischen offenbar abgelegt, würden ihn „teilweise begleiten“. Es gibt Papamonate, die weniger spektakulär verlaufen.

Umrahmt ist das Sittengemälde von einem Foto, aufgenommen in angemessenem Ambiente, jedenfalls aber in sorgsam geplanter Zufälligkeit. Kurz sei „seelenruhig“ mit „Langzeitpartnerin Susanne Thier (35) und Kinderwagen in Schönbrunn durchs Bild“ spaziert, will uns die „Krone“ weismachen. „Sichtlich entspannt, in Jeans und Anorak. Susanne schiebt den Kinderwagen“. Ich habe meine Zweifel. Das Foto ist gestochen scharf, jedes Detail passt, Frisuren, Schals, die schützende Hand von Kurz auf dem Rücken der Frau, die er 2022 heiraten möchte, sogar die in Unschärfe getauchten Büsche. Als Name des Fotografen ist „zVg“ angeführt, das Branchenkürzel für „zur Verfügung gestellt“. Nein, nein, da ist kein Leserreporter zufällig des Weges gekommen und hat das Bild seines Lebens gemacht, da wurde eine Bestellung aufgegeben, es passierte nicht zum ersten Mal. Nur der Blick von Susanne Thier gibt mir Rätsel auf. Was will sie Kurz vermitteln? „Silicon what?“

Als Antwort des Ex-Kanzlers in der „Krone“ auf die „Falter“-Verunglimpfung taugt das Schaustück übrigens nicht. Die „Krone bunt“ wird jeweils am Dienstag fertiggestellt, geht am Mittwoch in Druck, am Erscheinungstag des „Falter“. So schnell ist kein Kinderwagen in Schönbrunn.

Schulabbrecher

Besonnenkanzler

Damit wünsche Ich Ihnen allen ein wunderbares Jahr 2022 und darf mich gleichzeitig aufrichtig für Ihre Geduld, die Ausdauer, die entgegengebrachte Wertschätzung und die konstruktive Kritik bedanken. Wenn die Regierung keinen gröberen Blödsinn anrichtet, dann halte ich jetzt für ein paar Tage oder Wochen die Klappe, ich bin ohnedies unverschämt lang geworden diesmal, Sie verzeihen.

Ich könnte diese Kolumne jetzt mit einer Prognose für 2022 beschließen, dem Omikron-Jahr mit den beiden Sport-Großereignissen in den belasteten Ländern China und Katar, dem Jahr von Steuerreform und Preissteigerungen, vor allem bei den Wohnungsmieten, ich hoffe inständig, dass sich endlich eine Partei erbarmt und sich dieses Themas annimmt, ich kann nicht mehr tun, als immer wieder darauf hinzuweisen. Aber ich lasse das auch mit dem Vorausschauen bleiben.

2022 wird sicher traumhaft, Günther Platter Bundespräsident, Franz „the Seilbahn“ Hörl Bundeskanzler und seit gestern wissen wir auch, dass im Burgenland keine Außerirdischen auf Besuch waren, wie Landes-Spock Hans Peter Doskozil auf Anfrage der FPÖ bekanntgab. Schade eigentlich, ein paar Lichtgestalten im Land hätten die Aliens in ihren Ufos schon mitnehmen können.

Alle Fotos:
"Heute", Helmut Graf

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Haarige Angelegenheiten
Bussibär in der Karlsburg
Der neue Kurz
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Operation Rindsbackerln
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Wo ist jetzt der Tunnel?
Wendepunkte
Schattenspiele
Präsident Rudi
"Knackfinger unchained"
Der nächste Kanzler
Das virologische Duett
Kinder, wie die Zeit vergeht
5 Punkte für ein Halleluja
Hand drauf
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Arzt ohne Grenzen
Kurzschluss
Mein Urlaub mit Bill Gates

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Mücke, stich endlich

Unser Comeback-Turbo

Österreichs neuer Chefarzt

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Der Sturm vor der Ruh

Der Tanz auf dem Vulkan

Geheimakt Impfung

Blöd gelaufen

Im Plexiglashaus
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Auf Teufel komm raus

Klimmzüge mit Bibi

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Sperrschwund is

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h
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