Wir husten dem Christkind was

Ein paar besinnliche Worte, ehe alle auf Nadeln sitzen.

Erleben wir die wärmsten Weihnachten seit Messbeginn? Am Samstag wurde Wien überraschend aufgezuckert, es schneegnete Flocken, schwer in Wasser getränkt wie Rumkugeln in Rum. Much Matsch in der Stadt, aber nur kurz. Dann blies der Sturm alle Hoffnungen auf die ersten weißen Weihnachten seit 2012 davon und wehte das traditionelle Tauwetter herbei. Vor 40 Jahren hatte es in Wien um diese Zeit 15,0 Grad, am Montag könnte der Rekordwert übertroffen werden. Ein bisschen was hat sich dieses verrückte Jahr für uns bis zum Schluss aufgespart.

Österreich hat Knie und ein rechtes Kreuz damit. Ich werde jetzt öfters gefragt, was wichtig wird im nächsten Jahr, und wenn ich die Leute überraschen will, antworte ich: „David Alaba“. Die meisten setzen dann so einen mitleidig abschätzigen Blick auf, wie Johannes Rauch, wenn er auf Zweifler an seinem Wirken trifft. Aber ich bin halt tatsächlich überzeugt davon, dass Genesung oder Nichtgenesung des Fußballett-Tänzers Österreich 2024 prägen wird. Inflation, Teuerung, Pandemien und Epidemien, Wirtschaftsflaute, Klima, all das muss man im Auge behalten. Aber welche Stimmung uns durchs Jahr treibt, das bestimmt das Kreuzband der Nation. Ob es einen Córdoba-Moment erlebt oder nicht, kann sogar Wahlen mitentscheiden.

Schon jetzt ist die Berichterstattung über die Verletzung des Teamkapitäns allumfassend. Mit der naheliegendsten Frage beschäftigt sich leider niemand, nämlich warum es im Fußball überhaupt einen Kapitän gibt. Die Spiele finden ja auf keinem Schiff statt, Fouls werden nur in Ausnahmefällen mit nautischen Karten geahndet, Österreich ist nicht einmal eine große Seefahrernation, wenn man davon absieht, dass es bei uns zugeht wie auf der Titanic, auch wenn uns nur Eiswürfel im Weg stehen.

Kniefall der Nation

Auf eben dieser Titanic läuft das Unfall-Video des Schiff-Kapitäns seit vergangenem Sonntag in Dauerschleife. Es gab medien- und zeitübergreifend Bulletins zu Alabas Zustand unmittelbar nach der Verletzung, mittelbar nach der Verletzung, vor der Operation, knapp vor der Operation, während der Operation, nach der Operation. Der Operateur wurde interviewt, auch so gut wie jeder Sportler, der irgendwann selbst schon Knie hatte oder auch nicht. Sowohl die medizinische Fach- und Halbwelt als auch die Sportgymnastik durfte aus der Nähe und Ferne darüber spekulieren, ob sich die Heilung bis zur Fußball-EM in Deutschland ausgehen kann. Sie kam einmütig zum Schluss: Vielleicht, eventuell, möglicherweise, vermutlich schon oder vermutlich nicht, aber auf jeden Fall wird es knapp.

Die „Krone“ wollte es präziser wissen und ließ sich eine Kreuzband-Operation vorführen. Nicht im Sanatorium der Kreuzschwestern – die eigentlich Kreuzbandschwestern heißen müssten – in Hochrum, sondern in der Privatklinik Döbling. Raumdeko, Arbeitskluft und Bestecklade schienen aber artengleich zu sein. Im beigestellten Video wird gewarnt, das sei „nichts für schwache Nerven und Mägen“, aber was ist das in diesem Land schon? Nun wartet die Nation auf das erste Interview mit dem Kapitän ohne Schiff, in dem er sagt, dass es mit der EM vielleicht, eventuell, möglicherweise, vermutlich schon oder vermutlich nicht klappt, dass es aber auf jeden Fall knapp wird.

Mir geht noch ein Gespräch mit dem Rasenstück ab, das für die Verletzung ursächlich verantwortlich zu sein scheint. Vermutlich ist es längst in Haft und wird unter Folter zu einem Geständnis gedrängt. Die Halme werden unter den Achseln gekitzelt oder man lässt den Wurzeln einen Regenwurm vor die Nase baumeln.

Wir alle sollten David Alaba heute in unser Weihnachts-Evangelium einschließen, kleine Adaptionen erhalten sicher den Segen der Kirche, sie ist da jetzt nicht mehr so happig. Man könnte etwa so einleiten: Es geschah aber in jenen Tagen, dass Ralf Rangnick den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Teamkaderlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Karl Nehammer Statthalter von Österreich“. Und damit schließen: „Die Reporter sagten zueinander: Lasst uns nach Hochrum gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns Dr. Christian Fink kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden David Alaba in der Krippe. Als sie ihn sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über den Kapitän gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Reportern erzählt wurde. Ralf Rangnick aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in seinem Herzen. Die Reporter kehrten zurück, rühmten Alaba und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war“.

"Kopfnüsse" abonnieren

* indicates required

Mit Anklicken der Checkbox stimme ich zu, dass die angegebenen Daten und meine IP Adresse zum Zweck der Zusendung der ausgewählten Newsletter per E-Mail verwendet werden. Diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices here.

Vor den Feiertagen bekomme ich etwas mehr Post als sonst. Es sind keine Evangelien, die mir hinterbracht werden, Menschen, mit denen ich das Jahr über zu tun habe – oder mit denen ich zu tun haben hätte können – schicken mir vielmehr Weihnachtsgrüße, auch Politikerinnen und Politiker sind darunter. Einiges langt inzwischen elektronisch ein und wandert ungelesen in den Papierkorb, ich bin da eher spießig. Manche, die mir Karten schicken, geben sich sogar richtig Mühe, ich wertschätze das. Heuer wurde ich überrascht. Ein Mitglied der Bundesregierung – ich achte das Briefgeheimnis – schrieb mir: „Alles Gute für 2024 – ich fürchte ein wenig, es wird für die Kopfnüsse mehr als genug Material bieten…“

Wir wissen nicht genau wie dieses 2024 wird, aber es scheint von einer gewissen Ungeduld erfasst zu sein. Denn das Jahr wollte gar nicht bis Silvester warten, sondern begann mit der Zustellung des avisierten „Materials“ schon in dieser Woche. Der Kanzler gab eine Pressekonferenz, die er diesmal nicht als Hintergrundgespräch getarnt hatte, wenn auch die Einladung dazu recht kurzfristig erfolgte. Etwas mehr als zwei Stunden vor dem Termin wurde die Presse zu Hofe gerufen, und zwar in Form eines „Eilt-Aviso“. In Österreich werden Politiker immer häufiger von ihren eigenen Pressekonferenzen überrascht.

Der Kanzler wollte mit Corona noch vor dem Jahreswechsel im Reinen sein und Corona vielleicht auch mit ihm. Am 7. März hatte er die Einsetzung einer „Versöhnungs-Kommission“ angekündigt, sie sollte sich der Aufarbeitung der Pandemie widmen. Er wolle „die Hand ausstrecken“, sagte Nehammer, wohl auch verbunden mit der Hoffnung, bei der bevorstehenden Nationalratswahl nicht gebissen zu werden. Danach rumpelte es ein bisschen, der Kanzler verlor die Lust, Karoline Edtstadler übernahm, statt einer „Versöhnungs-Kommission“ wurde die „Akademie der Wissenschaften“ (ÖAW) mit einer Studie beauftragt.

Das Ergebnis wurde am Donnerstag vorgestellt und die Veranstaltung geriet ungewollt zu einem Schaustück über unseren zwielichtigen Umgang mit der Pandemie. Edtstadler hatte Hals, also musste der Kanzler selbst ran, er war aber ebenfalls krank. Sein Umfeld erklärte die Reibeisenstimme und die Kurzatmigkeit mit einer Weihnachtsfeier in der Nacht davor, Nehammer selbst sprach von einem „grippalen Infekt“, mit dem er sich schon länger herumschlage. Auf die Idee, sich daheim auszukurieren, kam er nicht, auch eine Maske schien keine Option. Also hustete sich der Kanzler fröhlich durch den Nachmittag und spekulierte vielleicht sogar auf den Titel „Mitarbeiter des Monats“.

Bei der Veranstaltung drifteten Selbstbild und Fremdbild immer weiter auseinander. „Die Infektionen steuern einem Höhepunkt zu“, sagte Nehammer, begann mit der Suche nach den Gründen dann aber rätselhafterweise nicht in sich selbst. Die Kranken, das sind eben immer die anderen. Neben ihm stand Katharina Reich, Generaldirektorin für die Öffentliche Gesundheit, auch ihre Maske war vermutlich in der Putzerei. Das störte aber nicht weiter, denn wie beim Knie von Alaba scheint in Österreich derzeit wieder einmal alles möglich, etwa dass etwas eingetreten, aber gleichzeitig nicht eingetreten ist. „Die Pandemie ist vorbei, aber wir erleben die größte Coronawelle bisher“, sagte Reich, ohne dass ihr der Widerspruch auffiel. Oder sie sagte es eben nicht.

Ohne Rauch geht´s auch

Denn Österreichs oberste Covid-Managerin war für Gesundheitsminister Johannes Rauch eingesprungen, der im Bundesrat festgehalten wurde, wenn auch nur im übertragenen Sinn, was wiederum seine politischen Gegner bedauern. Rauch war trotzdem irgendwie da, er sprach durch Reich. Sie las seinen Redetext vor, warum auch immer. Es wurde eine eher holprige Angelegenheit, knapp acht Minuten lang, unterbrochen von 26 „ja“, die nicht an die verwendeten Stellen passen wollten, und 98 „äh“ oder „ähem“.

Die Rede von Rauch – oder Reich – hatte nur am Rande mit der präsentierten Studie zu tun, sie bejubelte eher eigene Reformen im Bereich Gesundheit und Pflege. Aber sie hatte einen lichten Moment. „Österreich hat die Pandemie nicht wesentlich besser oder schlechter als die meisten europäischen Staaten überstanden“, sagte sie. Oder er. Hoppla! Fast vier Jahre lang hatten sich drei Kanzler, drei Gesundheitsminister, zwei Finanzminister, zwei Bildungsminister und der Rest des immer neu durchgewürfelten Regierungsteams bei jeder Gelegenheit auf die eigene Schulter geklopft. Besser als alle anderen seien wir durch die Krise gekommen, behaupteten sie. Nun hören wir: Höchstens guter Durchschnitt. Nicht traurig sein: Wir hatten es geahnt.

Dann wurde es endgültig bizarr, denn der weihnachtsfeier-positive Kanzler bekam einen Hustenanfall, mitten hinein in gut zwei Dutzend Journalisten, die vor ihm saßen, ebenfalls maskenlos, die Babyelefanten hatten sie in der Redaktion zurückgelassen. Nehammer hustete in seine Faust, in die Armbeuge ist wieder was für Weicheier. Kurz darauf meldete sich ein Reporter aus der ersten Reihe, ebenfalls mit Reibeisenstimme behaftet. „Entschuldigung, ich bin auch bedient“, sagte er. In manchen anderen Ländern der Welt liegst du eine Zeitlang auf Trockeneis, wenn du den Kanzler, noch dazu in der Öffentlichkeit, „bedient“ nennst. In Österreich antwortet der „bediente“ Regierungschef hingegen freundlich: „Ich verstehs“.

Zu diesem Zeitpunkt hätte die Corona-Studie die Seiten über den Kopf zusammenschlagen und zwischen den Hustinettenbären hindurch aus dem Saal flüchten müssen. Tat sie aber nicht.

Schade um die verpasste Gelegenheit, der Bevölkerung gegenüber zu zeigen, dass man dem Virus immer noch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit gegenübertritt. Schade auch, dass der Studie dadurch etwas von der Wucht genommen wurde, denn sie ist für wissenschaftliche Verhältnisse recht deutlich, liest sich interessant, bietet neue Blickwinkel, bestätigt oder widerlegt eigene Wahrnehmungen. Es war richtig, sie zu beauftragen, wohl auch mutig. Studienautor Alexander Bogner hat in kurzer Zeit mit seinem 20-köpfigen Team viel zustande gebracht, wenn auch nicht alle Kapitel das Niveau halten können.

Briefonkel

Der Bericht ist keine Abrechnung, keine Abnahme einer Beichte. „Tunnelblick vermeiden“, Debatten „transparent“ und „ergebnisoffen führen“, auch „Gegenstimmen hören“, lauten etwa Empfehlungen. Die Schulpolitik sei eine „Durchwurschtelei“ gewesen, statt auf das Wohl der Kinder habe man nur auf das Virus geschaut. Schulen seien zu reinen „Datenquellen“ mutiert. Die Regierung habe sich mit ihrer Kommunikation selbst in eine ausweglose Situation gebracht, keine politischen Entscheidungen verkündet, sondern sich als Opfer der Umstände dargestellt. Zur Impfpflicht sei es nur gekommen, weil man nach dem Abgang von Kurz „Handlungsfähigkeit“ und einen „Schulterschluss“ demonstrieren wollte.

Auch die Kritik an den Medien ist deutlich, das fand seltsamerweise aber in die Berichterstattung über die Studie kaum Aufnahme. Von einer „zu engen Kopplung“ sprach Bogner. Politik, Wissenschaft und Medien seien von vielen als „Symbiose“ wahrgenommen worden, die Medien als „verlängerter Arm“ der Regierung, vor allem mit Fortlauf der Pandemie. Weil Konflikte nicht transparent gemacht wurden, „schlug die Stunde der Polarisierungs-Unternehmer“. Der Sozialwissenschafter empfahl „auf deutliche Grenzen zu achten“.

Das letzte Kapitel der Studie macht das Dilemma offenkundig. Unter dem Titel „Österreich am Wort“ diskutierten 319 repräsentativ ausgewählte Personen an 6 Tagen in allen 9 Bundesländern offen über ihre Sicht der Ereignisse. 185 Empfehlungen wurden vom Forschungs-Team herausdestilliert, 9 Kernideen blieben übrig, eine Richtschnur auch für Medien. „Transparenz und Unabhängigkeit der Wissenschaft“ fanden die Teilnehmenden am wichtigsten. Gleich danach folgte aber: „Der ORF und andere Medien sollen von der Politik unabhängig sein“. Und: „Medien sollen in Krisenzeiten keine unnötige Angst erzeugen, sondern auch über Positives berichten“.

„Dort, wo gearbeitet wird, passieren Fehler“, bilanzierte der Kanzler. „Mit dem Wissen von heute würden wir vieles anders machen“. Er gestand falsche Entscheidungen ein, immerhin, direkt benennen wollte er keine. Er wusste, das würde ihm im Wahlkampf, in jedem TV-Duell um die Ohren fliegen. Für Nehammer ist die Aufarbeitung nun abgeschlossen, Schwamm drüber, leider.  Wie das nun mit den staatlichen Hilfen, den Masken, der Sinnhaftigkeit von Lockdowns, den überlasteten Spitälern, den Schulschließungen, der Evidenz der Impflicht wirklich war, werden wir wohl nie erfahren. So bleibt das Bild von Studienleiter Bogner haften, wie er nach der Pressekonferenz seine Altentasche aufhebt, die er sich zu Beginn vor die Füße gestellt hatte, und mit den anderen bei der Tür hinaus ins Dunkel verschwindet. Dieses Schicksal droht auch seiner Untersuchung.

Laufmasche

Baumschubser

Dafür tauchte später der Gesundheitsminister wieder in hellem Licht auf. Vor Weihnachten flutete Johannes Rauch diese Woche die sozialen Medien. Kekse backen, basteln im Seniorenheim, Pony streicheln, Geschenke einpacken im verhaltensauffälligen Weihnachtspulli, Bescherung des eigenen Teams im Ministerium, Rauch tat auf Instagram alles, um für die Verleihung eines Heiligenscheins in Betracht gezogen zu werden. Kritiker seiner Arbeit erleben derzeit allerdings einen anderen Sozialminister, sie werden auf Twitter serienweise gesperrt. Nun treiben sich auf X auch viele Narren herum und niemand, auch kein Minister, muss sich etwa als „Mörder“ beschimpfen lassen. Rauch aber will selbst moderate Zweifel an seinem Tun nicht zulassen und versucht zum Schweigen zu bringen, was er vor die Finger kriegt.

Es begann damit, dass der SPÖ-Abgeordnete Mario Lindner im Parlament das Paxlovid-Chaos kritisierte, mit deutlichen Worten und zurecht. Das Corona-Medikament dürfte schon wieder vergriffen sein, Nachschub ist nicht in Sicht und das zu den Feiertagen. Noch immer hat niemand einen Überblick, fatal. Das Video von Lindner ging viral und es sorgte vor allem bei den doch recht vielen Betroffenen von Long Covid für Ärger. Denn sie interpretierten den Gesichtsausdruck, den der Minister im Nationalrat an den Tag legte, als herablassend, sie fühlten sich ausgelacht und posteten darüber, die meisten hart, aber ohne erkennbare Grenzüberschreitung. Außer man leidet an einer speziellen Form der Dünnhäutigkeit.

Trotzdem bekamen daraufhin viele elektronische Post. Der Sozialminister höchstselbst forderte die Poster auf, ihre Kritik auf X umgehend zu löschen, viele fühlten sich dadurch bedrängt. Vor allem weil Rauch auch Direkt-Nachrichten schickte, das wurde als Übergriff empfunden. Einige der Betroffenen waren so verschreckt, dass sie der Lösch-Aufforderung umgehend nachkamen, obwohl juristisch nichts Verwerfliches passiert war. Dazu blockte Rauch Dutzende Accounts, darunter auch Ärzte, die Long Covid-Patienten behandeln. Die Gruppe fühlt sich von der Politik sowieso in Stich gelassen, dass sie nun vom zuständigen Gesundheitsminister obendrein attackiert wird, empört und entsetzt viele.

Ich bin mir nicht sicher, ob Rauch bewusst ist, was er hier anrichtet. Vielleicht agiert auch „nur“ sein Medienteam überschießend. Nicht weil Weihnachten ist, sondern einfach so, sollte der Minister an diese Gruppe zeitnah eine klare Botschaft senden, nämlich dass er für konstruktive Kritik zugänglich sei, vor allem aber, dass er Verständnis für die Sorgen und Nöte Betroffener aufbringe. Denn er ist schließlich nicht nur Gesundheitsminister seiner Neigungsgruppe, sondern von allen Menschen im Land.

Ich wünsche wunderbare Feiertage. Die Regierung hätte das Fest heuer fast versäumt. Wer rechnet schon im Dezember mit Weihnachten? In der Woche vor dem Heiligen Abend schicken Kanzler und Vizekanzler traditionell einen „Weihnachtsbrief“ an Österreichs Redaktionen. Ein paar aufbauende Worte, gespickt mit etwas Selbstlob und gewürzt mit der zu den Festtagen üblichen Schwülstigkeit, gerichtet über die Medien an die Bevölkerung.

Diesmal kam der Brief von Karl Nehammer und Werner Kogler so spät wie noch nie, er langte erst am Donnerstag nach 19 Uhr ein. ÖVP und Grüne geben sich gegenseitig die Schuld dafür, der jeweils andere hätte ewig lange für die Bearbeitung gebraucht. Ich finde, eine Versöhnungs-Kommission sollte das aufarbeiten. Frohes Fest!

Fotos:
Martin Polaschek, Alexander Bogner, Karl Nehammer, Katharina Reich: „Heute“, Denise Auer
David Alaba: „Picturedesk“, Gustavo Valiente Xinhua
Corona-Pressekonferenz: „Heute“, Denise Auer
Werner Kogler: „Picturedesk“, Georges Schneider
Martin Kocher, Claudia Plakolm: „Heute“, Sabine Hertel

Alle bisherigen Blogs finden Sie gesammelt unter dieser Adresse

Bisher erschienen:
Ärger unterm Weihnachtsbaum
Grippe, Corona, ein Minister und ein böser Verdacht
Die Republik und ihr Benkomat
Die ÖVP und ihre 23 Milliardäre
Der stille Sieg des Kammerjägers
Wird Babler jetzt Volkskanzler?
Jetzt oder nie
Klogänge und andere zentrale Notwendigkeiten
„Sind Sie ein fader Typ, Herr Minister?"
Ludwigs Hafen
Grenzgänge
Der Burgerking vom Ballhausplatz
Auftakt zum Schlussakkord
Die Notwasserung
Die Kindergarten-Cops
Der Säulenheilige
Gefährlich? Gut?
Stille Wut (Symbolbild)
Operation Wartesaal
Kickleriki!
Seid Ihr noch alle normal?
„Andi, der Kurs stimmt!“

Alles Babler, oder was?
Do legst di nieda!
Diener for one
Erster Zweiter
Projekt gelber Engel
Die Kanzler-Reserve
In eigener Sache, Teil II.
In eigener Sache
Letzte Tage
Dancing Queen
Früchte des Zorns
Ziemlich rotlos
In GISkussion
Schauma aufs Trauma
Sehnen lügen nicht
Warum? Darum!

Ansichtssache
Kindergarten-Cop
Hannimoon
Das Jahr kann gehen
Der Kanzlermacher
Lauter Teufelszeug
Reine Kussmetik
À la Karl
Sobotka und der Goldflügel
Das Schweigen der Klemmer
Wüstenschliff
Die nackte Kanone
Dominik Team
"Oida, es reicht!"
Advent, Advent, kein Lichtlein brennt
New Hammer in New York
Reise ins Glück
Bis zum letzten Laugenstangerl
7 Tage, 7 Nächte
Schweigen wie ein Wasserfall
Deckeln und häkeln
Autokorrektur
Zwischen Tür und Mangel
Patient 37.396
Erwachet!
Der Mücktritt
Jenseits von Reden
Zum Tee bei Mückstein
Die Vier im Jeep
Anrufe aus dem Jenseits
Hallo Hase! Hallo Pfau!
Impfgicht
Das Jahr der Kehrseiten
Im Echsenreich
Haarige Angelegenheiten
Bussibär in der Karlsburg
Der neue Kurz
Nicht ins Dunkel
Operation Rindsbackerln

Nein danke!
Nur ned hudeln
Wo ist jetzt der Tunnel?
Wendepunkte
Schattenspiele
Präsident Rudi
"Knackfinger unchained"
Der nächste Kanzler
Das virologische Duett
Kinder, wie die Zeit vergeht
5 Punkte für ein Halleluja
Hand drauf
Er ist wieder da
Die Luftschlosser
Arzt ohne Grenzen
Kurzschluss
Mein Urlaub mit Bill Gates
Volles Risiko voraus
Mücke, stich endlich
Unser Comeback-Turbo
Österreichs neuer Chefarzt
Wollt ihr uns pflanzen?
Der Sturm vor der Ruh
Der Tanz auf dem Vulkan
Geheimakt Impfung
Blöd gelaufen
Im Plexiglashaus
Der Frauentag und ich
Auf Teufel komm raus
Klimmzüge mit Bibi
Jenseits von Malle
Der Ketchup-Kompromis
Sperrschwund is
Geistige Ohren
Van der Bellen verbellen
"Wir Normadressaten"
Fascht hrzlich
Von den Socken
"Rülpser aus Wien"
Der auffrisierte Kanzler
Showtime
"Karl, Du kommst gleich dran"
"Ritt über sie Rasierklinge"
Leider nein
Grenzgänge
Happy kopfüber
Maskentanz
Bombenstimmung
Lockerldown
72 Stunden
Allein mir fehlt der Glaube
Glock Glock
Der Kocher Krocher
Geheimcode 4.694
Macht endlich!
Aus die Maus
Die Hofer war`s
Am Arsch
Kronprinz Rudolf
Weihnachten mit dem Kanzler
Geschlossene Gesellschaft
Gschamster Diener
Kaisermühlen Blues
Ungeschminkt
Alles bleibt gleich anders
Arschknapp
Mimimi, Momomo
Das Ende der Seitensprünge
Tage der Erleuchtung
Wie meinen?
Wir Hinterwäldler
Wollt Ihr uns verampeln?
Mei Land statt Mailand
Neues vom "gelben Rudi"
"Mit besten Empfehlungen"
"Sie nehmen mich nicht"
Himmel, Arsch und Zwirn
Die Reblauser
Nicht mit uns!
Fang das Licht
Sommernachtsträume
Wachablöse
Und Abflug!
"Fucking Complicated"
Ein billiger Zirkus
Ein kleines Stick Zeitgeschichte
Die Verdichterin
"Oasch", eine Annäherung
Nebelgranaten und Rohrkrepierer
Streng geheim!
Geht man ins Rathaus, kommt man mit einem Rat raus
Hallo, Hase 1
"Abstrakt relevant"
Handschlag-Qualität
"Mega-Wumms"
"Wir spüren die gegenseitige Energie"
Reise ins Ich
Wenn alle Masken fallen
23 Mal lautes Schweigen
Stairway to Heaven
Der Tirologe
Ludership
Reif für die Insel
Ziemlich von der Rolle
Danke, Baby!
Ausgerechnet
Sie dürfen die Braut jetzt (nicht) küssen
Rudimentär
Endlich 100
Tatort Annagasse 8
Auf nach Österreich!
Mit ohne Strom
Kuschel-Pädagogik
Die Leeren aus Ibiza'
Eine Frage der Ehre
"Nein, das machen wir nicht mehr"
Grüne Haxelbeißerei
"Irritierende Bilder"
Österreichs Seele
Die Glaubenskrieger
Apfel muss
Was für eine Aussicht
Post von Mutti
Apps and downs
Ho ho ho
TikTok Taktik
Alles Isidisi
Die 4 Maskarmoniker
"Na, du Küken"
Ätsch Bätsch
Die Herbeischaffung
Tischlein deck dich
Frittösterreich
Rambo VI.
Corona wegflexen
Aussicht auf Sport
Anno Baumarkti
Erst Messe, dann Baumarkt
Ein Bild von einem Kanzler
Meer oder weniger
Bildschön, oder?
Koste es, was es wolle
Neuer Kurzbefehl
In Frühlingshaft
Situation Room
Im Namen der Maske
Die Maskenbildner
Verkehrte Welt
Klobuli Bettman
Das virologische Quartett
Das Leben ist ein Hit
Im Bett mit Kurz
Park mas an!
Unser Retter?
Danke!
Neulich in Balkonien
30 Beobachtungen
Das Ende der Party
Im Teufelskreis
"Happy birthday"
Das Virus und wir
Sternderl schauen
Streicheleinheiten
Ganz große Oper
That's Life
Patsch Handi zam
Rabimmel, rabammel, rabum
Wir sind Virus
Na dann Prost!
Küssen verboten
Unterm Glassturz
Achtung, s´Vogerl!
Olles Woiza, heast oida!
Oblenepp und Stadlerix
Der tut nix
Im Krapfenwaldl
Wohin des Weges?
Es fliegt, es fliegt
Lieber Christian
Ein Leben am Limit
Kurzer Prozess
Hexenjagd am Klo
Ein Land im Fieber
Eine Frage der Ehre
Frühstücken mit Kurz
Von der Lust gepackt
Ein Ball, viele Bälle
Blabla und Wulli Wulli
"Warum steigt's nicht ein?"
"Servas die Buam"
Die Teufelsaustreibung
Romeo und Julia
Strache, "ich war dabei"
Brot und Spiele
It´s my lei lei life!
Der Zug der Zeit
Der Hauch des Todes
... - .-. .- -.-. .... .
Inselbegabungen 
Big Bang für einen Big Mac
Auf einen Apfelputz beim Minister
Von Brüssel ins Fitness-Studio
"Es ist alles so real"
"No words needed" 
"So wahr mir Gott helfe"
Jedem Anfang wohnt ein Zauberer inne

"Kopfnüsse" abonnieren

* indicates required

Mit Anklicken der Checkbox stimme ich zu, dass die angegebenen Daten und meine IP Adresse zum Zweck der Zusendung der ausgewählten Newsletter per E-Mail verwendet werden. Diese Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices here.