Die ÖVP und
ihre 23 Milliardäre

Eine Affäre, zwei U-Ausschüsse und ein dreifacher Salto.

Am Ende ließ es das Schicksal schneien. In manchen Bundesländern mehr, in Wien zunächst nur ein paar Flocken. Zum Ausklang der Woche bot Österreich am Samstag noch einmal alles auf, was es zu bieten hat, ein Finale Grande einer wenig granden Woche. Frau Holle wurde extra geweckt und schüttelte grummelnd Regen, Graupeln, dazwischen Schnee aus. Nur die Engelschöre fehlten. Vielleicht krümmte sich die Sängerschaft vor lauter Lachen oder saß irgendwo im Himmel in einer Ecke und vergoss still Tränen über dieses Land mitten in dieser Welt, das sich momentan politisch präsentiert wie ihr Ende.

Nahes rückt schnell weit weg, so als wäre es vor langer Zeit passiert. Am Montag überraschte die Wiener SPÖ alle mit dem Wunsch nach Abschaffung von Matura und Schulnoten, am meisten die eigene Bundesführung. Nach nur einem Tag griff die Partei zum Tafeltuch und löschte die selbst aufgebrachte Idee, um am Ende der Woche erneut die Kreide in die Hand zu nehmen, auch das passte gut zum Finale Grande.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig nannte die Reifeprüfung im „Standard“ ein „nicht geeignetes Instrument“ und empfahl den Ausbau der vorwissenschaftlichen Arbeiten. Angesichts des Umstandes, dass in manchen Schulen – neben den vor-wissenschaftlichen Arbeiten – schon jetzt vor-vor-wissenschaftliche Arbeiten eingefordert werden, erscheint eine Erweiterung, eventuell in Richtung vor-vor-vor-wissenschaftlicher Arbeit, als ziemliche Zumutung. Vor allem gegenüber Eltern, die am Zustandekommen so mancher vor-vor-wissenschaftlicher und vor-wissenschaftlicher Arbeit nicht unbeteiligt sind. Höre ich.

Bei den Schulversuchen verhält es sich ähnlich. Weil Österreichs Bildungssystem zur Reform ungeeignet erscheint, ändert man nie wirklich etwas, sondern dekoriert nur um, manches sogar dauerhaft. Im Schuljahr 2012/2013, am Höhepunkt, gab es 5.367 Schulversuche, an rund jedem zweiten Standort wurde herumprobiert, ermittelte der Rechnungshof. Das wurde inzwischen etwas eingedämmt, Ludwig wünscht nun aber eine Trendumkehr. Als Vater von drei Kindern, als jemand, der dem Schulalltag in all seiner Pracht und Herrlichkeit 21 Jahre lang ohne Unterbrechung beiwohnen durfte, oder besser gesagt ihm ausgeliefert war, mutmaße ich praxisnäher: Basteln allein wird nicht reichen.

Eine Reform darf nicht mit der Reform der äußeren Form der schriftlichen Arbeiten beginnen. Nicht mit der Frage, ob es Noten, verbale Beurteilungen oder Zwinker-Smileys gibt. Nicht, ob am Ende die Matura steht oder ein feuchter Händedruck. Nicht, welchen Kittel der Schulwart tragen soll und wie breit der Korrekturrand bei Schulheften sein muss. Nicht einmal mit der Zahl der Lehrerinnen und Lehrer. Eine Reform hat sich vorrangig damit auseinanderzusetzen, was unterrichtet werden soll und dann, wenn das klar ist, wie die Ziele zu erreichen sind. Wir beschäftigen uns bei der Bildung leidenschaftlich gern mit allerlei Lametta, weil wir für tatsächliche Änderungen zu feig sind. Dafür gibt es ein Nicht genügend, eine verbale Beurteilung kann ich gern nachreichen.

Notenleser

Auch die Politik entfernte sich diese Woche deutlich von der Maturareife. Sie beschloss, ihre vorvorvorwissenschaftlichen Arbeiten bis Ende der Legislaturperiode in Form von U-Ausschussberichten abzuliefern, die diesbezüglichen Bekanntmachungen rundeten das Wochenprogramm am Freitag ab. Ehe es so weit war, mühten sich der Kanzler und sein Innenminister aber mit „schwerem Gerät“ ab. Die Klimakleber hatten sich ein Update verpasst, sie betonieren sich jetzt ein, was Karl Nehammer und Gerhard Karner dazu veranlasste, Seite an Seite in der ZiB 1 zu erscheinen und das beiderseits mit sehr energischem Gesichtsausdruck.

Das Duo scheint beim Heimwerken allerdings nicht übers Basteln von Kastanienmännchen hinausgekommen zu sein, denn so ganz klar wurde nicht, womit die Exekutive den Blitzbetonierern jetzt eigentlich zu Leibe rücken soll. Allerlei Gerätschaften wurden genannt, Hammer und Stemmeisen, Akku-Seitenschneider, Presslufthammer. In Polizeistationen wird es bald so ausschauen wie beim Zgonc. Raunz ned, schneid!

Schließlich holte Nehammer die Vergangenheit ein und Österreich atmete auf. Endlich kam ein Gerät in die Ziehung, das uns wohlvertraut ist. Noch als Innenminister wollte der heutige Kanzler die Polizei dazu ermächtigen, in unsere Wohnung einzubrechen, wenn wir uns nur deppert genug aufführen. Als Karner also sagte, „man braucht dazu eine Flex“, um die Klimakleberbetonierer aus dem Boden zu lösen, bekamen viele feuchten Augen und holten die Fotobücher vom Speicher. „Mei war das schön damals mit dem virologischen Quartett“ waren laute Seufzer zu vernehmen.

Da waren der Kanzler und sein Innenminister vermutlich schon beim Obi oder beim Hornbach, um ein paar Muster abzustauben. Ich visioniere Karner leicht gebeugt stehend vor einem Aquarium. „Schau Karli, die reden wenigstens nicht z´ruck“, höre ich ihn sagen. Und Nehammer antworten: „Mir san do ja a fost schon in Niederösterreich.“

Als viele schon glaubten, dass wäre es mit dem Unterricht für diese Woche gewesen, ging tatsächlich erst dem Montag der Stoff aus. Tags darauf tauchten neue Schulunterlagen zu Wolfgang Sobotka auf. In einer Wiener Innenstadt-Pizzeria war dem suspendierten Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek am 28. Juli der Kragen geplatzt. Er beschuldigte den Nationalratspräsidenten in Diensten der ÖVP, mehrfach bei ihm wegen Strafverfahren interveniert zu haben. Ein iPhone zeichnete alles auf, der Vorgang wurde inzwischen ausgiebig beleuchtet, etwa von mir hier.

Das führte im Nachgang zu denkwürdigen Szenen. Im Nationalrat saß Norbert Hofer am Donnerstag in den Reihen seiner FPÖ-Parteifreunde und hielt ein Taferl in die Höhe auf dem stand: „Sobotka muss weg“. Der Dritte Nationalratspräsident forderte den „Ersten“ Nationalratspräsidenten direkt vor sich zum Rücktritt auf. Via Schild. Das kannte ich bisher nicht. Es wäre aber nicht Österreich, wenn das zu gröberen Verwerfungen geführt hätte. „Nein“, sagte mir Hofer, Sobotka habe sich bei ihm nicht darüber beschwert. „Er hat mich ganz normal gegrüßt“.

Der Nationalratspräsident wankte, aber er stürzte nicht, vielleicht gibt es für jemanden mit politischem Sozialisationsort Niederösterreich so etwas wie eine Fallhöhe gar nicht. Sobotka gab eine kurze Erklärung ab, wies alle Anschuldigungen unwirsch von sich. „Ich kann Ihnen versichern, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Gewissen ausüben werde,“ sagte er. Tags zuvor hatte er schon für Verwunderung gesorgt. Er unterbrach die Sitzung nach den Vorwürfen nicht wie sonst üblich, sondern lud erst für den Abend zu einer „Sonder-Präsidiale“ mit allen Klubobleuten. Dort konfrontierte ihn Hofer direkt mit dem Mitschnitt*. „Heißt das im Umkehrschluss, dass Pilnacek gelogen hat?“, fragte er. Sobotkas knappe Antwort: „Ja“.

Da hatte sich der Kanzler schon vor ihn, also hinter ihn gestellt. Die Vorwürfe nannte er „sogenannte Vorwürfe“, er sprach Sobotka „mein Vertrauen“ aus. Wer sich beruflich mit Lebensläufen befasst, wurde hellhörig, denn Nehammer sagte nicht „volles Vertrauen“ oder gar „vollstes Vertrauen“, wie zu erwarten gewesen wäre. Irrtümlich? Bewusst?

Natürlich kann er „seinem“ Nationalratspräsidenten nicht in den Rücken fallen. Selbstredend wird Sobotka nicht abtreten, so vehement dies die anderen Parteien auch fordern, sogar der grüne Regierungspartner, wenn auch mit der Wucht einer Pfauenfeder. Die ÖVP muss Sobotka halten, ob sie will oder nicht, strategisch ist das alternativlos. Ein Rücktritt wäre ein Schuldeingeständnis, auch politisch, brächte die Partei noch ärger ins Wanken. Nehammer allerdings zieht sich mit der Entscheidung für den Wahlkampf Betonpatscherln an. Und die schremmt kein Akku-Seitenschneider so leicht weg.

Auch deshalb hätte ich einen Mittelweg empfohlen, ohne natürlich eine Empfehlung aussprechen zu wollen. Eine Reaktion, die zum Ausdruck bringt, dass Partei und Betroffener die Schwere der Vorwürfe anerkennen. Sobotka hätte sich auf Zeit als Nationalratspräsident in sich zurückziehen sollen, bis Jahresende etwa, vielleicht einen Monat länger. Er hätte in einer Rede weiter seine Unschuld beteuern können, aber die Unabhängigkeit der Justiz als so hohes Gut betrachten müssen, dass er bereit sei, diesen Weg zu gehen. Volle Transparenz, alle Treffen mit Pilnacek offenlegen, parallel ein paar geschulte Augen auf potentiell betroffene Verfahren blicken lassen, das wäre es gewesen. Ich weiß, die ÖVP hat seit Sebastian Kurz keine guten Erfahrungen mit Seitwärtsbewegungen raus aus Ämtern. Aber die politische Sauberkeit hätte in entscheidenden Tagen Licht am Ende des Tunnels gesehen.

Geheimnisträger

Diese Woche war ich wieder im Farbfernsehen und das gleich zwei Mal. Als ich selbst beruflich vor zwei Monaten seitwärtsgetreten bin, wurde ich in der Sekunde von der Politik von allen Einladungslisten für Pressetermine und Hintergrundgespräche gestrichen, als Reisebegleitung tauge ich schon länger nicht mehr. Das macht aber nichts, denn nun erinnerten sich die TV-Stationen an mich. Da ich momentan auf Krücken gehe, sorge ich für etwas „Licht ins Dunkel“-Anmutung im Studio, vor Weihnachten erinnert man sich ja traditionell gern an die Siechen und Kranken.

Am Donnerstag wagte ich mich wieder zu Puls24, zuletzt hatte man mir dort beim Schminken eine Kontaktlinse aus einem Auge geschossen. Diesmal wurde ich nur seelisch verwundet. Werner Sejka, pfiffiger Moderator von „Wild Umstritten“, gehörte diese Woche selbst zu den Siechen und Kranken, er war recht stark verkühlt, was ihm aber zu Hilfe kam, als wir über das Wahlergebnis in den Niederlanden sprachen, denn im Niederländischen fällt einem entzündeten Kehlkopf bei der Aussprache eine bedeutsame Rolle zu. Sejka führte sich zwischendurch immer wieder Tee aus einer blauen Tasse zu, die Substanz muss etwas mit ihm angestellt haben. Denn als die Sendung etwa sechs Minuten alt war, sah er mir geradewegs ins Gesicht und nannte mich – „Herr Stocker“.

Mit Christian Stocker, Generalsekretär der ÖVP, verbindet mich zweierlei, Vorname und Frisur, darüber hinaus sind mir keine Parallelen geläufig. Über meinen Haarwuchs habe ich schon jeden Gag gebracht und das mindestens zwei Mal, also überspringe ich das. Der guten Ordnung halber muss ich anführen, dass Sejka das Hoppala schnell auffiel und er mich in der Folge mit niemandem mehr verwechselte, nicht mit Martin Kocher, schon gar nicht mit Gerhard Karner, ich konnte den Akku-Seitenschneider also stecken lassen.

Tags darauf war ich dann bei ORF III zu Gast. In meiner längeren Abwesenheit hat sich die „Runde der ChefredakteurInnen“ eine neue Sitzgruppe zugelegt. Die ist sehr hübsch, hat aber einen Nachteil. Man weiß nicht, wohin mit den Armen, denn die Lehne ist recht hoch. Gestikulieren ist schwierig, weil man sofort vom Fauteuil angerempelt wird. Also versuchte ich, die Arme auf die Lehne zu legen, sah dann aber aus wie ein junges Hendl beim ersten Flugversuch. Irgendwann kam ich seitwärts zu liegen, einen Arm auf der Lehne, und verblieb so, bis mir wieder die Krücken gereicht wurden. Es ist nicht einfach in Zeiten wie diesen, „Licht ins Dunkel“ zu bringen.

Als ich bei ORF III saß, lag oder unmittelbar vor dem Abflug stand, hatte längst eine neue Debatte das Land bereichert. Drei Parteien waren übereingekommen, gleichzeitig zwei U-Ausschüsse abhalten zu wollen und das in einem Jahr mit zwei bundesweiten Wahlkämpfen. Ich fände es hoch an der Zeit, einen U-Ausschuss über U-Ausschüsse zu starten, vom Gesetz her sind ohnehin drei parallel erlaubt. Man könnte sich gegenseitig einladen, kleine Aufmerksamkeiten mitbringen, einen Aufschnitt oder einen Mitschnitt etwa, „Building Bridges“ wäre ein guter Slogan.

Vielleicht entwickelt sich da ein neuer Berufszweig heran. Wenn man also gefragt wird, was man so macht im Leben, könnte man antworten: „Ich bin Ausschuss“. Vor Kurzem hätte das noch herabwürdigend geklungen, jetzt wird es staatlich gefördert.

Taferlklassler

Vertrauensleute

Die Anträge für die beiden U-Ausschüsse wurden am Freitag im Parlament eingebracht, einer von der ÖVP solo, der zweite gemeinsam von FPÖ und SPÖ, er trägt den etwas sperrigen Titel „Zwei-Klassen-Verwaltung wegen Bevorzugung von Milliardären durch ÖVP-Regierungsmitglieder (COFAG-Untersuchungsausschuss)“. Rot und Blau fanden auf 46 Seiten zueinander, dieses Zueinanderfinden scheint den beiden Welten selbst aber noch ein bisschen peinlich zu sein. Präsentiert wurde das gemeinsame Elaborat nicht im Rahmen einer Pressekonferenz, sondern es gab Freitag lediglich ein Hintergrundgespräch ohne Fotooption, ausgerichtet von Jan Krainer (SPÖ) und Christian Hafenecker (FPÖ) im Raum Bertha von Suttner. Dank Wolfgang Sobotka tragen die Örtlichkeiten im Parlament ja nun Promi-Namen.

Der rot-blaue-Pakt will die Corona-Hilfszahlungen an Unternehmen untersuchen, denen eine ÖVP-Nähe nachgesagt wird, weil sie für Türkis gespendet oder geworben haben sollen. Die neue Zweckgemeinschaft ermittelte, „dass von den 49 bekannten österreichischen Milliardären 23 auch der ÖVP nahe stehen“. Von diesen „Personen mit einem zurechenbaren Vermögen von über eine Milliarde Euro“ werden in dem Antrag 15 namentlich genannt: Frank Albert (übernahm mit seiner „Supernova“ die Kika/Leiner-Immobilien), Christian Baha (Superfund), René Benko, Markus Braun (Wirecard), Wolfgang Leitner (Andritz), Julius Meinl V., Peter Mitterbauer (Miba AG), Klaus Ortner (Unternehmer, Tiroler Adlerrunde), Ronny Pecik (Investor), Stefan Pierer (KTM), Franz Rauch (Fruchtsäfte), Gerd Alexander Schütz (Investor), Frank Stronach, Siegfried Wolf.

Ob alle Genannten im U-Ausschuss befragt werden können, erscheint zweifelhaft. Die meisten sind weltweit viel unterwegs, Meinl lebt in Prag, Albert ist Deutscher, Stronach 91, Braun sitzt in der Justizanstalt München-Stadelheim ein. Es kann aber zu einem Zeugen-Sharing kommen, denn die ÖVP nutzte die Ungunst der Stunde und brachte eigenhändig einen Antrag auf einen U-Ausschuss ein. Er trägt den nicht minder gespreizten Namen „Aufklärung, ob öffentliche Gelder im Bereich der Vollziehung des Bundes aus sachfremden Motiven zweckwidrig verwendet wurden („ROT-BLAUER Machtmissbrauch-Untersuchungsausschuss"), das Begehren umfasst 21 Seiten.

Die ÖVP will gleich 13 Jahre unter die Lupe nehmen, mit 11. Jänner 2007 beginnen und mit 7. Jänner 2020 enden. Erstaunlich aber: Neben Inseraten, Studien, Umfragen und Gutachten sollen ebenfalls die Empfänger von Covid-Förderungen untersucht werden, „Personen und Unternehmen“ und zwar alle. Wirklich alle. Die ÖVP nagelt also auch jene Milliardäre an die Wand, die ihr selbst angeblich nahestehen und die auch von der FPÖ und der SPÖ an die Wand genagelt werden. Doppelt hält besser, Nagel hin oder her.

Das sind schon erstaunliche Trapeznummern, die da in einem doppelten Wahljahr vorm staunenden Publikum zur Aufführung gelangen. SPÖ und FPÖ, angeblich Feinde bis aufs Blut, Seite an Seite in einem Ausschuss. Die ÖVP, die in aller Brutalität gegen ÖVP-Milliardäre ermittelt. Befragte wie René Benko und sein Buddy Alfred Gusenbauer, die zwischen den Gremien hin- und herhuschen. Außer der FPÖ sehe ich niemanden, der von diesem Salto Mortale ohne Netz in mehrfacher Ausführung profitieren könnte. Einige Parteien werden derzeit offenbar von Zirkusdirektoren geleitet.

Haarige Sache

Die ÖVP sägt sich vorm dreifachen Salto selbst die Seile an und sie tut dies offenbar mit großer Angstlust auf den eigenen Absturz. Nur so ein Gedankenexperiment: Es gibt eine immer größere Zahl von Menschen, die von der aktuellen Darbietung politischer Parteien die Nase voll haben. Was wenn die sagen, nicht mehr die ÖVP, sondern die Neos verkörpern jene Werte, die man sich von einer modernisierten, konservativen, wirtschaftsnahen Partei eigentlich erwarten würde? Das kann bitter enden für Türkis. Und plötzlich stehen Beate Meinl-Reisinger, die sich gegen beide U-Ausschüsse aussprach, die diese Woche im Parlament eine ziemlich bemerkenswerte Sobotka-Rede hielt und auf die vor ein paar Monaten kaum jemand einen Heller gesetzt hätte, ungeahnte Möglichkeiten offen.

Ich wünsche einen wunderbaren Wintersonntag. Am Donnerstag beginnt in Dubai die Welt-Klimakonferenz, dem Forum Alpbach der wohlmeinenden Umweltschützer. König Charles und der Papst kommen zur COP28, Sultan Ahmed al-Dschaber, Chef der nationalen Ölgesellschaft Adnoc, ist erstaunlicherweise Präsident der Veranstaltung. Meine Erwartungen können schon allein deshalb mit den Wolkenkratzern in der Höhe nicht ganz mithalten. Aber vielleicht ist diese Aussage auch bald Schnee von gestern.

*hier stand irrtümlich Video

Fotos:
Wolfgang Sobotka: „Heute“, Helmut Graf
Michael Ludwig: „Heute“, Helmut Graf
Christian Pilnacek: „Heute“, Helmut Graf
FPÖ Parlament: „Picturedesk“, Alex Halada
Beate Meinl-Reisinger: „Heute“, Helmut Graf

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