Worüber, um Gottes Willen, haben Sie 40 Stunden mit den Grünen geredet?

...will "Heute" von Sebastian Kurz wissen. Und: Wie würde der VP-Chef seiner Mutter die Grünen erklären? Das ganze Interview im Video.

VP-Chef Sebastian Kurz im Gespräch mit "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser

Die ÖVP hat wie erwartet die Grünen zu Koalitionsverhandlungen eingeladen. Parteichef Kurz sieht das als "ergebnisoffenen Anfang eines durchaus herausfordernden Prozesses". Und er verspricht "ehrliche" Verhandlungen.

"Wir haben alle gemeinsam eine Entscheidung getroffen, die auch einstimmig gefällt wurde: Nämlich, dass wir in Verhandlungen mit den Grünen eintreten werden", gab VP-Chef Kurz am Montag bekannt. Vorangegangen waren der Entscheidung "intensive parteiinterne Gespräche" am Wochenende, vor allem mit den Landes- und Bünde-Chefs.

"Worüber, um Gottes Willen, haben Sie 40 Stunden mit den Grünen geredet?", will "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser im Interview von VP-Chef Sebastian Kurz wissen:


Die Entscheidung für Grün und gegen die SPÖ (die auch zu Verhandlungen bereit gewesen wäre, Anm.) sei "sehr klar" gewesen. "Ich möchte aber dazusagen, dass das kein Abschluss oder Endergebnis ist. Sondern ein ergebnisoffener Anfang eines durchaus herausfordernden Prozesses."

Am Dienstag will Kurz mit Grünen-Chef Kogler das Verhandlungsprocedere festlegen. Wie lange die Verhandlungen dann dauern? "Ich bin kein Prophet. Aber wir werden uns bemühen aufs Tempo zu drücken, aber auch auf die Qualität zu achten." Zwei Monate wie 2017 mit der FPÖ sei "irrsinnig ambitioniert und sehr, sehr schnell". Man wolle jedenfalls "ehrlich und respektvoll" verhandeln. 

Die Grünen hätten klare Positionen  bei Umwelt und Klimaschutz, die ÖVP etwa bei Migration und Standort. Für eine Koalition sei daher "auf jeden Fall ein Stück weit Kreativität" nötig. "Da und dort" könnte es dann auch eine "neue Form des Regierens" geben.

(Fotos: Helmut Graf, Picturedesk.com)